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Produkterlebnis und Kundenerlebnis: Worin bestehen die Unterschiede?

Produkterlebnis und Kundenerlebnis: Worin bestehen die Unterschiede?
Produkterlebnis und Kundenerlebnis: Worin bestehen die Unterschiede?

In einer Welt, in der Omnichannel-Handel zur Norm geworden ist, verstärken Marken ihre Bemühungen, jeden Kontaktpunkt mit ihren Kunden zu optimieren. Nahtlose Navigation, reaktionsschneller Kundenservice, schnelle Lieferung … das Kundenerlebnis steht im Mittelpunkt jeder Strategie. Ein Schlüsselelement wird dabei jedoch oft übersehen: das Produkterlebnis. Oftmals mit dem Kundenerlebnis verwechselt oder in den Hintergrund gedrängt, ist es dennoch eine seiner wichtigsten Grundlagen.

Denn schon vor dem Kauf ist es die Qualität der Produktinformationen – ihre Klarheit, Konsistenz und Attraktivität –, die den Verbraucher anleitet, ihm Sicherheit gibt oder ihn abschreckt. Was wäre, wenn letztlich jedes gute Kundenerlebnis genau dort beginnen würde?

Ziel dieses Artikels ist es, den Unterschied zwischen Produkterlebnis und Kundenerlebnis zu verdeutlichen, aufzuzeigen, wie untrennbar diese miteinander verbunden sind, und zu untersuchen, wie PIM-Software (Product Information Management) eine strategische Rolle in dieser Synergie spielen kann.

Produkt-Erlebnis und Kundenerlebnis werden oft verwechselt, beziehen sich jedoch auf zwei unterschiedliche, sich jedoch ergänzende Konzepte, die beide für den Aufbau einer effektiven und konsistenten Customer Journey unerlässlich sind.

Das Produkterlebnis umfasst alle Interaktionen zwischen einem Verbraucher (oder Interessenten) und Informationen zu einem Produkt. Dazu gehören konkrete Elemente: Bildmaterial, Beschreibungen, technische Spezifikationen, Vorteile, Nutzungsdaten und sogar Kundenbewertungen. Dieses Erlebnis zeigt sich über verschiedene Berührungspunkte: Online-Produktseiten, Verpackungen im Ladengeschäft, gedruckte Kataloge, Online-Marktplätze usw.

Um effektiv zu sein, stützt sich das Produkterlebnis auf drei grundlegende Säulen:

  • Datenqualität (Genauigkeit, Vollständigkeit);
  • Kanalübergreifende Konsistenz;
  • die Anpassung an die Zielgruppe oder den Vertriebskanal.

Ein erfolgreiches Produkterlebnis schafft Vertrauen, leitet den Kunden an und regt zum Kauf an.

Das Kundenerlebnis umfasst die gesamte Reise, die eine Person in ihrer Beziehung zu einer Marke vor, während und nach dem Kauf durchläuft. Dazu gehören das Surfen auf einer Website, der Kundenservice, die Bestellung, die Lieferung, die Sendungsverfolgung, der Kundendienst usw.

Es zeichnet sich durch seinen emotionalen, zwischenmenschlichen und transaktionalen Charakter aus und spiegelt die Fähigkeit einer Marke wider, über alle Kontaktpunkte hinweg eine nahtlose, angenehme und konsistente Beziehung zu ihren Kunden aufzubauen.

Obwohl sich diese beiden Konzepte ergänzen, haben sie unterschiedliche Anwendungsbereiche.

  • Das Produkterlebnis konzentriert sich auf Informationen zum Produkt;
  • Das Kundenerlebnis hingegen steht im Mittelpunkt des Einzelnen und seiner allgemeinen Wahrnehmung der Marke.

Das Produkterlebnis fördert und prägt das Kundenerlebnis. Es ist oft das erste Glied in der Kette: Ohne zuverlässige und ansprechende Produktinformationen ist es schwierig, ein zufriedenstellendes Kundenerlebnis aufzubauen.

Das oft unterschätzte Produkterlebnis prägt die Markenwahrnehmung, beeinflusst Kaufentscheidungen und sorgt für ein nahtloses Erlebnis über alle Kanäle hinweg.

Das Produkterlebnis ist oft der erste Kontaktpunkt zwischen einem Kunden und einer Marke. Eine gut strukturierte Produktseite – klar, umfassend und visuell ansprechend – vermittelt sofort ein Bild von Zuverlässigkeit, Professionalität und Vertrauen.

Es handelt sich um eine Form des stillen, aber unglaublich wirkungsvollen Brandings: Ein gut präsentiertes Produkt wertet die gesamte Marke auf. Umgekehrt können unvollständige, verwirrende oder über verschiedene Kanäle hinweg (E-Commerce-Website, Marktplatz, PDF-Katalog usw.) inkonsistente Produktinhalte zu Misstrauen führen und dazu, dass Kunden den Kauf abbrechen. Diese Uneinheitlichkeit vermittelt den Eindruck mangelnder Sorgfalt oder sogar mangelnder Zuverlässigkeit.

Noch bevor sie ein Produkt testen oder in die Hand nehmen, bilden sich Verbraucher anhand der digitalen Inhalte eine Meinung.

Fehlen Bilder oder sind diese unscharf, ist die Beschreibung zu technisch oder zu vage oder entsprechen die Produkteigenschaften nicht den Erwartungen, kann dies die Kaufentscheidung sofort beeinträchtigen.

Umgekehrt hilft eine reichhaltige, kontextbezogene und gut strukturierte Produktseite den Kunden, sich das Produkt vorzustellen, gibt ihnen Sicherheit und erleichtert es, zum Kauf anzuregen. Das Produkterlebnis wirkt somit entweder als Katalysator oder als Hindernis für die Konversion.

Heute nutzen 73 Prozent der Verbraucher mehrere Kanäle, bevor sie einen Kauf tätigen (Fevad-Studie, 2024). Sie suchen online nach einem Produkt, lesen Bewertungen auf einem Marktplatz und schließen den Kauf dann im Ladengeschäft oder über ihr Smartphone ab.

In diesem Zusammenhang erwarten sie perfekte Konsistenz über alle Kontaktpunkte hinweg. Zuverlässige, konsistente und stets aktuelle Produktinformationen sind zu einer Voraussetzung für Vertrauen geworden. Für Marken erfordert dies die vollständige Kontrolle über die Produktdaten. Hier kommt PIM (Product Information Management) ins Spiel: Es zentralisiert, strukturiert und verteilt diese Informationen nahtlos über alle Kanäle hinweg.

PIM spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Produkterlebnisses und sorgt dafür, dass Informationen über alle Kanäle hinweg konsistent, reaktionsschnell und relevant sind.

PIM (Product Information Management) fungiert als zentrale Datenbank für alle Produktdaten eines Unternehmens. Es bündelt Informationen aus verschiedenen Quellen (ERP, Marketing, Lieferanten) und strukturiert sie einheitlich entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Vertriebskanäle oder Kundengruppen. Diese gemeinsame Grundlage hilft, Fragmentierung, Doppelungen und Fehler zu vermeiden. Jede einzelne Information wird kontrolliert, validiert und ist bereit für die Anreicherung.

Sobald die Informationen strukturiert sind, erleichtert das PIM deren redaktionelle und visuelle Anreicherung (Fotos, Videos, Übersetzungen, spezifische Attribute, Storytelling usw.). Außerdem ermöglicht es die automatische Anpassung von Produktseiten an verschiedene Vertriebskontexte: Amazon, Shopify, B2B-Websites, internationale Distributoren … Jeder Kanal hat seine eigenen Anforderungen, Formate und regulatorischen Vorgaben: Das PIM koordiniert all dies nahtlos. Das Ergebnis: konsistente, kontextbezogene Inhalte, die stets auf dem neuesten Stand sind.

Dank dieser Zentralisierung und Automatisierung sparen Teams wertvolle Zeit bei Aktualisierungen, Produkteinführungen und Marketingkampagnen. Das Fehlerrisiko wird reduziert, die Konsistenz gewährleistet und die Durchlaufzeiten verkürzt. Das PIM wird zu einem echten Motor für geschäftliche Agilität, was sich direkt auf die vom Endkunden wahrgenommene Qualität auswirkt.

In einem Omnichannel-Ökosystem, in dem das Kundenerlebnis zu einem strategischen Unterscheidungsmerkmal geworden ist, darf das Produkterlebnis nicht länger in den Hintergrund gedrängt werden.

Es ist weit mehr als nur eine Informationsquelle – es ist das Fundament, auf dem eine nahtlose, konsistente und effektive Kundenbeziehung aufbaut. Eine gut strukturierte, aktuelle, kontextbezogene und angereicherte Produktseite schafft Vertrauen, erleichtert die Kaufentscheidung und stärkt die positive Wahrnehmung der Marke.

Ohne eine strenge Kontrolle der Produktinformationen läuft jedoch jede Strategie für das Kundenerlebnis Gefahr, zu scheitern. Hier wird PIM zu einem wichtigen Verbündeten: Es zentralisiert, strukturiert und versorgt alle Kanäle mit Produktinhalten. Indem Marken PIM in den Mittelpunkt ihrer Strategie stellen, gewinnen sie an Effizienz, Reaktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit und werden gleichzeitig den wachsenden Erwartungen der Verbraucher gerecht. Produkterlebnis und Kundenerlebnis stehen nicht im Widerspruch zueinander: Sie ergänzen und verstärken sich gegenseitig.