Es mag überraschend erscheinen, dass ein Einzelhändler im Jahr 2020 noch keine E-Commerce-Website hatte. Doch genau das war bei Stokomani der Fall, dem Marktführer im Bereich des Ausverkaufs namhafter Marken. Dabei wurde jedoch die weitreichende Transformationsstrategie der Marke außer Acht gelassen, mit der sie ihre Sichtbarkeit steigern und neue Kunden gewinnen wollte. Und da nichts jemals dem Zufall überlassen bleibt, verstärkten die Gesundheitskrise und die Schließung der Geschäfte die Notwendigkeit für die Marke, schnell eine Online-Präsenz aufzubauen, noch zusätzlich. Mit Unterstützung der Teams von Quable gelang es der Marke dank PIM (Product Information Management), ihre E-Commerce-Website in weniger als drei Wochen zu starten. Werfen wir einen Blick zurück auf diese außergewöhnliche Leistung.
Stokomani, ein Einzelhändler im tiefgreifenden Wandel
Stokomani ist auf Ausverkäufe spezialisiert und bietet in seinen 125 Filialen eine Mischung aus Bekleidung und allgemeinen Handelswaren von über 300 großen Marken sowie Eigenmarkenprodukten an. Mit über 300 neuen Artikeln, die jede Woche in den Filialen präsentiert werden, bietet der Einzelhändler Tausende von preisgünstigen Produkten für die ganze Familie an, wobei der Schwerpunkt stark auf saisonalen Artikeln liegt.
Das von Stokomani durchgeführte Transformationsprojekt zielt darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und die Markenbekanntheit sowie die Sichtbarkeit des Unternehmens zu steigern. Dazu gehört insbesondere der Ausbau der Präsenz in digitalen Kanälen sowie die Erweiterung des Sortiments, um den Erwartungen der Verbraucher gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang war die Einführung einer E-Commerce-Plattform ein logischer Schritt, um neue Kunden zu gewinnen.
Vor welchen Herausforderungen stand Stokomani im Jahr 2020?
Verschärkt durch die Corona-Krise und Ladenschließungen gewann das E-Commerce-Projekt der Marke neue Bedeutung. Das Ziel war es, schnell einen voll funktionsfähigen Online-Shop zu starten, gefolgt von einem Click-and-Collect-Service – Kunden nehmen in der Regel gerne eine Anfahrt von 30 bis 40 Kilometern in Kauf, um eine Stokomani-Filiale zu besuchen.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, war es in erster Linie unerlässlich, interne Prozesse zu überprüfen und Produktinformationen zu strukturieren. Angesichts von Hunderten von Lieferanten, Tausenden von Produktreferenzen, rund 300 neuen Artikeln pro Woche und einem besonders breiten Produktsortiment bestand die anfängliche Herausforderung darin, eine solide, einheitliche Grundlage zu schaffen, auf der das Omnichannel-Ökosystem der Marke – einschließlich der E-Commerce-Website – aufgebaut werden konnte. Die Verwaltung von EANs und Produktattributen sowie die Anreicherung von Medieninhalten waren daher Prioritäten, die die Stokomani-Teams ganz selbstverständlich dazu veranlassten, Quable PIM als Unterstützung für ihr Projekt zu wählen.
Quable leistete fachliche Unterstützung bei der Definition des Datenmodells und stellte anschließend die Zuverlässigkeit, Struktur und Anreicherung der Produktdatenbank sicher. Zudem mussten Vollständigkeitskennzahlen und die dazugehörigen Dashboards implementiert sowie geeignete Workflows definiert werden. Diese Vorbereitungsarbeit ermöglichte es, die Ziele von Stokomani in Rekordzeit zu erreichen.
Beschleunigung der digitalen Transformation: Dank des PIM erzielte Ergebnisse
Nachdem die Produktinformationen strukturiert worden waren, setzten sich die Teams von Quable und Zen’to – dem Integrationspartner – mit vollem Einsatz dafür ein, das PIM zu implementieren und den Start des Stokomani-Onlineshops zu ermöglichen. So wurden mehr als 7.000 Produkte im PIM-DAM katalogisiert. Jede Woche kommen zwischen 300 und 500 neue Produkte hinzu.
Auf dieser neuen, einheitlichen und soliden Grundlage gelang es Stokomani, seine E-Commerce-Website auf Prestashop in weniger als drei Wochen zu starten. Da der Zeitpunkt besonders günstig war – der Lockdown im November 2020 hatte gerade erst begonnen –, gewann die Marke an Online-Sichtbarkeit und verzeichnete einen starken Anstieg der Besucherzahlen auf ihrer Website. Dies beweist, dass eine echte Nachfrage seitens der Verbraucher bestand.
Dieser erste Schritt ermöglichte es Stokomani, zuversichtlich auf die nächste Phase seiner digitalen Strategie zu blicken: die Einführung von fünf Pilotfilialen für „Click & Collect“ im Juni 2021. Kunden können ihre Einkäufe somit über die E-Commerce-Seite in diesen Filialen abholen. Dies war ein mutiger Schritt für die Marke, der eine Umstellung in der Denkweise des Filialpersonals erforderte. Der neue kundenorientierte Ansatz und der Einsatz neuer Tools verändern nämlich interne Gewohnheiten und Abläufe. Vielversprechende Aussichten für die Zukunft: Stokomani möchte neue Vertriebskanäle wie Marktplätze erschließen, um die Sichtbarkeit und Markenbekanntheit weiter auszubauen. Und jetzt, da das Unternehmen mit Quable PIM ausgestattet ist, kann es nichts mehr aufhalten!
Warum ist PIM für eine Omnichannel-Strategie unverzichtbar?
Wie Stokomani haben viele Unternehmen in den letzten Jahren einen Omnichannel-Ansatz in ihre Strategie integriert. Das Ziel ist es, überall dort präsent zu sein, wo sich die Kunden aufhalten, da deren Kaufprozesse nicht mehr linear, sondern vielschichtig sind. Um den Kunden jedoch relevante und zufriedenstellende Omnichannel-Erlebnisse bieten zu können, muss sich das Unternehmen zunächst intern organisieren.
In diesem Zusammenhang ist PIM/DAM ein unverzichtbarer Verbündeter, da es sicherstellt, dass Produktinformationen verfügbar, korrekt, vollständig und konsistent sind. Als kollaborative Plattform ermöglicht es allen Teams, effizienter zu arbeiten, und optimiert und verbessert die Zuverlässigkeit der gesamten Wertschöpfungskette – von der Produktlistung bis zur Verteilung über die Vertriebskanäle.
Während sich Informationssysteme immer schneller weiterentwickeln, lässt sich PIM mit jedem Tool verbinden, passt sich allen Vertriebskanälen an und verwaltet jedes erdenkliche Produktattribut. Daher ist es für B2B-Händler ebenso unverzichtbar wie für B2C-Händler und stellt einen unverzichtbaren Vorteil für alle E-Retailer dar, die auf ein Omnichannel-Modell umsteigen möchten.
Fazit
Die Einführung einer E-Commerce-Website ist oft ein langfristiges Projekt, das monatelange Arbeit erfordert. In einer Situation, in der das Timing entscheidend war und viel auf dem Spiel stand, gelang es Stokomani, die üblichen Fristen zu unterbieten und eine erste Version seines E-Shops in nur wenigen Wochen zu starten. Das Geheimnis? Sorgfältige Vorarbeiten zur Strukturierung der Produktinformationen und zur Schaffung einer einheitlichen Grundlage, auf der die gesamte Omnichannel-Strategie aufbaut. Dies ist ein wesentlicher und äußerst vorteilhafter Schritt, sowohl für die internen Teams als auch für die Erleichterung der Umsetzung der Omnichannel-Strategie. Letztendlich ist eine Omnichannel-Strategie ohne PIM wie ein Einzelhändler ohne E-Commerce-Website: Man kommt zwar ohne sie aus, merkt aber schnell, dass sie unverzichtbar ist.