Nun ist es soweit! Da sich der Dezember dem Ende zuneigt, möchten wir einen Moment innehalten, um auf das Jahr 2019 zurückzublicken und uns auf die bevorstehenden Veränderungen im Jahr 2020 vorzubereiten. Während die vergangenen zwölf Monate einen weiteren Wandel hin zu Datenmanagement, künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge (IoT) geprägt haben, versprechen die nächsten zwölf Monate spannender zu werden als je zuvor. Ganz gleich, ob Sie regelmäßig unseren Blog lesen oder gerade zum ersten Mal vorbeischauen – das gesamte Quable-Team möchte diese Gelegenheit nutzen, um Ihnen wunderschöne Festtage und viel Erfolg sowohl im Privaten als auch im Beruf zu wünschen.
Ein Rückblick auf die Trends des Jahres 2019
Mobile-First und Omnichannel
Die Aktivierung des „Mobile-First“-Algorithmus von Google für alle neuen Websites am 1. Juli markierte einen weiteren Schritt in Richtung des Aufstiegs mobiler Geräte und ihrer wachsenden Bedeutung im E-Commerce. Jede Webstrategie muss daher „Mobile-First“ sein: Zahlen von Statcounter zeigen, dass mittlerweile über 50 Prozent des Web-Traffics von Mobiltelefonen stammt. Dies steht im Mittelpunkt einer Strategie, die für alle Einzelhändler und E-Commerce-Unternehmen mittlerweile von vornherein auf Omnichannel ausgerichtet ist.
DSGVO & Daten
Die am 25. Mai 2018 in Kraft getretene DSGVO war Gegenstand zahlreicher Diskussionen … und bereitete CMOs und Datenschutzbeauftragten in ganz Europa endlose Kopfschmerzen. Im Jahr 2019 wurden daher die Maßnahmen zur Einhaltung der DSGVO konsolidiert und Vorbereitungen für den Privacy Act getroffen, der in den Vereinigten Staaten im Januar 2020 in Kraft treten wird. Es bot zudem die Gelegenheit, die Konsolidierung und den verantwortungsvollen Umgang mit Daten in den Mittelpunkt der Marketingstrategien zu rücken, wie die wachsende Beliebtheit von Data Lakes und anderen DMPs zeigt.
Vernetzte Objekte
T-Shirts, Möbel, Pflanzen, Autos, Haushaltsgeräte, Schuhe … Es scheint, als gäbe es mittlerweile für jeden Gegenstand ein vernetztes Pendant! In direktem Zusammenhang mit den Verbesserungen bei den Netzwerken (mit der bevorstehenden Einführung von 5G) und der KI ist der Aufstieg vernetzter Geräte so stark, dass der Marktwert für 2020 auf 400 Millionen Euro geschätzt wird. Dies bietet E-Commerce-Unternehmen und Einzelhändlern hervorragende Wachstumschancen.
Künstliche Intelligenz
Angetrieben durch besser konsolidierte und standardisierte Daten treibt die künstliche Intelligenz eine wachsende Zahl von Projekten voran, die von einfachen Chatbots bis hin zu Amazon-Go-Filialen reichen. Das Jahr 2019 markierte einen Wendepunkt, da Technologien der künstlichen Intelligenz zugänglicher wurden und es vielen Akteuren ermöglichten, diese zur Verbesserung des Kundenerlebnisses einzusetzen.
4 Trends, auf die man 2020 achten sollte
Daten und KI: nach wie vor stark … und auf dem Weg zu noch mehr
Der Trend zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung! Nachdem die Daten nun ordnungsgemäß aufbereitet wurden, können sie voll ausgeschöpft werden, um das Kundenerlebnis so weit wie möglich zu personalisieren – der Grundpfeiler jeder Marketingstrategie, die etwas auf sich hält. Sie bilden zudem die Grundlage für den Einsatz von KI, deren Entwicklungsphase nun so weit fortgeschritten ist, dass sie menschliche Fähigkeiten erreichen und in manchen Fällen sogar übertreffen kann. Dies sind Chancen, die Einzelhändler und E-Commerce-Unternehmen nutzen sollten, um ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.
Sprache
Angetrieben durch Smart Speaker zeigt das Wachstum von Sprache als Kommunikationskanal keine Anzeichen einer Verlangsamung: Es wird erwartet, dass im nächsten Jahr 50 Prozent der Suchanfragen sprachbasiert sein werden. Wie lässt sich dieser neue Kanal im E-Commerce und im stationären Handel nutzen? Welche Anwendungsfälle sollten umgesetzt werden, und welche Rolle sollte er in der Marketingstrategie spielen? Das sind die Fragen, mit denen sich die Akteure der Branche beschäftigen werden, um die Möglichkeiten der Personalisierung zu erweitern und den Fokus noch stärker auf das Kundenerlebnis zu legen.
Social Shopping
Angeführt von Instagram haben sich soziale Medien einen bedeutenden Anteil am E-Commerce-Umsatz gesichert. Und das aus gutem Grund: Die Kraft von Empfehlungen kommt im Kontext eines personalisierten Einkaufserlebnisses voll zur Geltung. Der Einfluss von Gleichgesinnten wird nur noch durch die Präzision der Zielgruppenansprache übertroffen, die Social-Media-Plattformen dank der von ihnen generierten Daten ermöglichen. Influencer sind die Verkäufer des Jahres 2020 – übersehen Sie sie nicht!
Mobile Zahlungen
Zwar ist die Verbreitungsrate in Frankreich noch gering (2,2 Prozent), doch die Zahlen unserer spanischen Nachbarn (7 Prozent) und aus asiatischen Ländern (35,2 Prozent in China) deuten darauf hin, dass mobile Zahlungen eine vielversprechende Zukunft vor sich haben. Auch hier liegt es im strategischen Interesse der Einzelhändler, diesen neuen Zahlungskanal anzubieten, um ein nahtloses Kundenerlebnis zu gewährleisten und sich gegenüber Early Adopters als innovativ zu präsentieren.
Ethisches Einkaufen
Viele Marktplätze nehmen mittlerweile, nach dem Vorbild von fnac.com, Second-Hand-Artikel in ihre Kataloge auf. Doch der Trend zum ethischen Einkaufen geht noch weiter: 55 Prozent der von Wunderman Thompson Befragten gaben an, dass die Ethik und die Werte einer Marke ihre Kaufentscheidungen beeinflussen. Sie möchten daher bei Unternehmen einkaufen, die mehr Verantwortung für die Umwelt übernehmen. Es ist an der Zeit, dass Einzelhändler ihre ökologische Verantwortung überdenken und sie zu einem zentralen Marketing-Argument machen – doch Vorsicht vor Greenwashing!
Fazit
Das Jahr 2019 ebnete den Weg für extreme Personalisierung und optimierte Prozesse und läutete damit eine neue Ära des Online- und Offline-Einkaufserlebnisses ein. Logischerweise dürfte das Jahr 2020 die Entstehung immer innovativerer und faszinierenderer Projekte mit sich bringen. Sind Sie also bereit? 3…2…1… Frohes Neues Jahr und viel Erfolg bei Ihren PIM-Projekten!