75. Das ist die Anzahl der Marken im LVMH-Konzern – eine beachtliche Leistung, wenn es je eine gab! Zwar verfügen nicht alle Unternehmen über 75 verschiedene Marken, doch viele agieren innerhalb desselben Konzerns in einem Mehrmarkenumfeld. Unabhängig davon, welche Hintergründe diese Situation hat – sei es eine langjährige Marketingstrategie oder eine Reihe von Übernahmen und Investitionen –, führt dies oft dazu, dass Teams mit unterschiedlichen Methoden und Werkzeugen Seite an Seite arbeiten.
Um jedoch den Vertrieb von Produkten verschiedener Marken innerhalb derselben Gruppe zu beschleunigen und die interne Effizienz zu verbessern, ist die Standardisierung von Produktinformationen eine unverzichtbare und vorteilhafte Voraussetzung. Und dies erfordert auch die Standardisierung von Methoden und Tools. Welche Schritte müssen unternommen werden, um diese Veränderungen richtig zu antizipieren? Wie kann das PIM Unternehmen bei der Verwaltung von Mehrmarkenprodukten und -teams unterstützen?
Erfassung und Zentralisierung von Produktdaten mehrerer Marken
Die Lieferanten variieren in der Regel je nach Marke und Produkt. Dies gilt insbesondere nach einer Übernahme, da die beteiligten Unternehmen wahrscheinlich keine gemeinsamen Prozesse haben. Jeder Lieferant sendet in der Regel Flatfiles wie Excel-Tabellen, die dann von den Marken integriert werden, von denen jede über ein eigenes ERP- und IT-System verfügt. Die Aufgabe, diese Prozesse zu optimieren, kann daher unüberwindbar erscheinen: Die Umstellung eines gesamten Informationssystems ist eine beträchtliche Investition, die sich für viele Unternehmen als zu aufwendig erweist. Die Lösung besteht stattdessen darin, in eine einzige Plattform für das Produktinhaltsmanagement – Product Information Management (PIM) – zu investieren, in die jedes Team seine Informationen einspeisen kann. Die Daten werden dann in einem einzigen, zuverlässigen Tool gesammelt und zentralisiert. Die Aufgabe des PIM besteht darin, diese Daten zu integrieren und sicherzustellen, dass sie den Standards entsprechen, wodurch die konzernweit verwendeten Prozesse und Lieferanteninformationen markunabhängig vereinheitlicht werden.
Organisation der Teamarbeit
Sobald die Erfassung der Lieferanteninformationen automatisiert ist, gilt es zu überlegen, wie diese Informationen angereichert und die Arbeit zwischen den verschiedenen Marketing-, Produkt- und E-Commerce-Teams organisiert werden kann. In einem Mehrmarkenumfeld sind die Teams jedoch in der Regel nach Marken oder sogar nach Produkten aufgeteilt und werden manchmal auf Konzernebene von Abteilungen überwacht, die selbst mehrere Marken betreuen. Der Vorteil von PIM besteht hier darin, dass die Benutzerrechte entsprechend den Anforderungen der einzelnen Einheiten verwaltet werden können: So kann einem Mitarbeiter beispielsweise das Bearbeitungsrecht gewährt werden, um ausschließlich die Produkte seiner eigenen Marke anzureichern, während er alle anderen Produktlisten zur Inspiration einsehen kann. Der Administrator hingegen verfügt über die Befugnis, alle Inhalte der von ihm verwalteten Marken zu genehmigen. Auf diese Weise kann jede Marke ihre eigenen spezifischen Prozesse und ihre eigene Organisation beibehalten, während gleichzeitig die allgemeine Konsistenz der auf Konzernebene erstellten Inhalte gewährleistet wird.
Erstellen Sie ein auf den Multi-Brand-Betrieb zugeschnittenes Dashboard
Nachdem die Inhalte integriert und jedem Team die jeweiligen Aufgaben zugewiesen wurden, ist es Zeit für die Überwachung! Um den Status und den Fortschritt der Bearbeitung Ihrer Produktinhalte auf Konzernebene zu verfolgen, ist ein umfassendes und übersichtliches Dashboard unerlässlich. Dank des PIM können Sie Ihr eigenes Dashboard individuell anpassen, beispielsweise mit einem „Kernsatz“ an Kennzahlen, die allen Marken gemeinsam sind, und gleichzeitig spezifische Kennzahlen beibehalten, die auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Marke zugeschnitten sind (was praktisch, wenn nicht sogar unerlässlich ist, wenn sich Branchen oder Endkunden unterscheiden).
Die Überwachung der Qualität der Produktdaten, die Vorausplanung von Terminen und die Organisation der täglichen Arbeit der Teams werden dadurch vereinfacht. Berichte können nach Marke, Land, Vertriebskanal und sogar anhand von kombinierten Kriterien (z. B. nach Land und Marke) eingesehen werden. Auf einen Blick wissen Sie und Ihre Mitarbeiter genau, wo der Stand der Dinge ist!
Eine maßgeschneiderte Omnichannel-Vertriebsstrategie für jede Marke
Unterscheidet sich Ihre Vertriebs- und Marketingstrategie je nach Marke oder sogar je nach Land? Für das PIM ist das kein Problem, denn es ermöglicht Ihnen, verschiedene Online- und Offline-Vertriebskanäle markenspezifisch zu verknüpfen. Sobald ein Kanal angebunden ist, können Sie ihn jederzeit für eine weitere Marke freischalten: Wenn Sie Ihre Sofas auf dem La Redoute-Marktplatz verkaufen, genügen wenige Klicks, um dem Händler Produkte Ihrer Bettwarenmarke zur Verfügung zu stellen. Das PIM wird so zu einer Vertriebszentrale für alle Ihre Produkte und alle Ihre Marken. Sie müssen es nur noch verwalten!
Fazit
Seit langem etablierte Dachmarken, Übernahmen von Start-ups, Diversifizierungsmöglichkeiten: Es gibt viele Wege, die ein Unternehmen dazu führen, ein Mehrmarkenportfolio zu verwalten. Die Vereinheitlichung der Verwaltung von Produktinformationen im Zusammenhang mit diesem Portfolio ist ein Schritt, der intelligent gesteuert werden muss, um Geschäftsprozesse zu optimieren und gleichzeitig das Engagement der Mitarbeiter aufrechtzuerhalten. PIM ist das ideale Werkzeug, um Daten und Teams auf ein gemeinsames Ziel auszurichten: hochwertige Inhalte, die über die richtigen Kanäle verbreitet werden. Führungskräfte und Mitarbeiter profitieren von vereinfachten Arbeitsabläufen durch einheitliche Prozesse. Jede Marke und jedes Produkt kann seine eigene Identität zum Ausdruck bringen und bleibt dabei voll und ganz auf die Gesamtstrategie des Konzerns abgestimmt. Die Verwaltung eines Mehrmarken-Portfolios war noch nie so einfach!