Die Fashion Week mag vorbei sein, doch die Faszination für Second-Hand-Artikel ist es ganz sicher nicht. Es ist längst kein Geheimnis mehr: Second-Hand- und Gebrauchtwaren stehen im Mittelpunkt und erobern über zahlreiche Plattformen wie Vinted, Momox und Vestiaire Collective den Einzelhandel in allen Bereichen – Bekleidung, Haushaltsgeräte, Elektronik, Bücher und Hightech...
Diese authentische Art des Konsums wird von den Verbrauchern mittlerweile fast automatisch in Betracht gezogen, sowohl aus ökologischen als auch aus wirtschaftlichen Gründen, und gilt für praktisch jedes Produkt. Im vergangenen Jahr gaben laut einer Studie von FEVAD und KPMG 71 Prozent der Franzosen an, sich für verantwortungsvollen Konsum einzusetzen.
Dies bietet Marken zudem die Chance, ein Image zu vermitteln, das sozialbewusst ist und sich mit aktuellen Themen auseinandersetzt.
Die Marke Petit Bateau
Müssen wir Petit Bateau wirklich noch vorstellen? Als Pionier im Bereich Kinderbekleidung blickt die Marke auf fast 130 Jahre Erfahrung in der Branche zurück, auf die sie zu Recht stolz ist (und das zu Recht!). Petit Bateau legt großen Wert auf die Qualität seiner Produkte, die Bewegungsfreiheit, die sie den Kindern und Babys bieten, sowie die Langlebigkeit der Artikel, und beschäftigt weltweit über 2.800 Mitarbeiter.
Das in Troyes gegründete Unternehmen gehört zur Rocher-Gruppe (Yves Rocher, Sabon, Arbonne, Stanhome, Flomar, Kiotis, Dr. Pierre Ricaud) und ist in Europa, Asien und im Nahen Osten tätig. Über eine Vielzahl von Vertriebskanälen (Boutiquen, E-Commerce, Einzelhandelsgeschäfte, Multimarken-Shops, Verkaufsflächen in Kaufhäusern und Factory-Outlets usw.) vertreibt Petit Bateau seine Kultprodukte – wie Bodys, Unterhosen, T-Shirts, Matrosenhemden und Regenjacken – überall.
Als Marke, die Generationen verbindet, ist Second-Hand-Shopping Teil ihrer DNA: Ihre Kleidung wurde schon immer von einer Generation an die nächste weitergegeben!
Ein phygitales Second-Hand-Erlebnis bei Petit Bateau
Hier gibt es kein „Greenwashing“, sondern eine echte Unternehmensphilosophie, die auf einem detaillierten und vollkommen transparenten Programm basiert.
Wenn Nachhaltigkeit „bis zum Äußersten“ verfolgt werden soll, gilt dies auch für die Nachhaltigkeitskette mit ihrem Programm „Changer Demain“. Seit 2017 bietet Petit Bateau seinen Kunden über die „Changer Demain“-App einen Second-Hand-Service an. Im Jahr 2021 führte die Marke ihren Second-Hand-Service in den Filialen ein.
Heute können Petit-Bateau-Kunden in ganz Frankreich ihre alten Petit-Bateau-Kleidungsstücke direkt in den Filialen abgeben und erhalten dafür einen Gutschein, der für Second-Hand- oder neue Artikel sowohl in den Filialen als auch auf der Website eingelöst werden kann. Die Marke kümmert sich sogar um das Recycling von Artikeln, die nicht angenommen werden können. Für den Weiterverkauf werden die Artikel anschließend in 12 stationären Verkaufsstellen in ganz Frankreich angeboten: Lyon, Bordeaux, Lyon, Nantes, Toulouse, Roppenheim, Aix-en-Provence, Paris, Versailles, Aubergenville, …
Und welche Rolle spielt das PIM von Quable dabei?
Wie wird das Quable-PIM Petit Bateau dabei helfen, seinen Second-Hand-Service auszubauen und zu stärken? Vor etwas mehr als einem Jahr hat Petit Bateau das Quable-PIM eingeführt, um seine E-Commerce-Website und die Qualität seiner Produktlisten zu verbessern und gleichzeitig den Arbeitsaufwand für die Geschäftsseite zu reduzieren.
Das Quable-Tool ermöglicht es den Teams von Petit Bateau, Produktinformationen eigenständig zu verwalten, und trägt so dazu bei, sowohl im Ladengeschäft als auch online ein besseres Kundenerlebnis zu gewährleisten. Dank zahlreicher Funktionen – darunter Vollständigkeitsprüfungen, Dashboards, dynamische Kategorisierung und die Verwaltung von Überhangbeständen – ist Petit Bateau nun eine Marke, die zuversichtlich in die Zukunft blicken und den Second-Hand-Markt weiter ausbauen kann.
Die Ambitionen der Marke für den Second-Hand-Markt gehen über ihr Filialnetz hinaus: Im Jahr 2023 will die Marke ihr Second-Hand-Sortiment auf ihrer E-Commerce-Website anbieten – und genau hier wird das Quable-PIM eine entscheidende Rolle spielen. Es ist ganz einfach: Alle Produktdaten sind bereits in die PIM-Software integriert und damit auch alle Informationen zu Produkten, die später im Second-Hand-Bereich zum Verkauf angeboten werden können.
Kurz gesagt: Petit Bateau hat sich dafür entschieden, vorhandene Daten wie Produktbilder und -beschreibungen zu nutzen, um Artikel für den Second-Hand-Markt zu präsentieren.
Fazit
Wie Sie sicher bereits erkannt haben, zeigt das Potenzial des Second-Hand-Marktes keine Anzeichen eines Rückgangs – ganz im Gegenteil –, unabhängig von Ihrer Branche (Mode, Luxus, Kultur, Freizeit, Elektronik usw.). Wenn Verbraucher der Fast Fashion (zu Recht) den Rücken kehren und sich ethischen Produkten zuwenden sowie bewusst mit ihrer Kaufkraft umgehen, greifen sie auf Second-Hand-Ware zurück.
Als Beweis dafür folgt nun auch die Luxusmarke Balenciaga den Spuren von Burberry und Gucci und startet mit ihrem „Re-sell“-Programm dieses Vorhaben, das es Kunden ermöglicht, Modeartikel und Accessoires aus vergangenen Kollektionen zu verkaufen – ein Beweis dafür, dass auch Luxus-Second-Hand-Artikel ihren Platz auf dem Second-Hand-Markt haben. Dies ist ein wirtschaftlicher Segen für Online-Händler, da Online-Käufer, die Second-Hand-Artikel kaufen, etwa siebenmal mehr ausgeben als diejenigen, die dies nicht tun.