Für Online-Händler steht der November oft ganz im Zeichen des Black Friday. In diesem Jahr findet er am 26. November statt, stößt jedoch zunehmend auf Kritik – und das aus gutem Grund: Die enormen Rabatte, die Marken sowohl online als auch in stationären Geschäften anbieten, können mitunter zu übermäßigem Konsum führen, was den aktuellen Umweltbelangen zuwiderläuft.
Anstatt den Verbrauchern wegen ihrer Kaufkraft ein schlechtes Gewissen einzureden, warum nicht der Green-Friday-Bewegung beitreten?
Der „Green Friday“ in Kürze
Der Green Friday steht wohl eher im Einklang mit dem aktuellen Bewusstsein für unsere Konsumgewohnheiten als sein „böser Zwilling“. Er bietet eine sinnvolle und vernünftige Alternative und fördert beispielsweise Second-Hand- und gebrauchte Waren im Gegensatz zu traditionellen Verkaufskampagnen. Der Green Friday wird seinen Vorgänger revolutionieren, indem er einen verantwortungsvolleren Ansatz für den Konsum einführt. Der Green Friday ist mehr als nur ein Anreiz zum Kauf – und damit zum Konsum –, er soll uns vor allem herausfordern, uns als Verbraucher zum Nachdenken anregen und uns die Auswirkungen unserer Einkäufe bewusst machen.
Bitte beachten Sie: Das Ziel ist nicht, Ihren Kunden ein schlechtes Gewissen einzureden, sondern ihnen Informationen an die Hand zu geben, die ihnen helfen, ihre zukünftige Rolle als „Konsumakteure“ zu erkennen.
Wie organisiert man einen Green Friday?
Sie müssen keinen Green Friday im engeren Sinne organisieren, wenn sich Ihre Marke noch nicht aktiv diesem Ansatz verschrieben hat; den traditionellen Black Friday auszulassen und an diesem Tag keine Sonderaktionen durchzuführen, ist manchmal eine bewusste Entscheidung von Marken.
Wenn diese Themen jedoch im Mittelpunkt der Strategie Ihrer Marke stehen, gibt es dann einen besseren Zeitpunkt als den Green Friday, um darüber zu sprechen?
- Stellen Sie Ihr Engagement vor: Unternehmensphilosophie, CSR-Initiativen, Förderprogramme und/oder Zuschüsse für Organisationen, die im Bereich der nachhaltigen Entwicklung tätig sind … Wenn Ihr Unternehmen oder Ihre Marke an einem Projekt zu diesen Themen beteiligt ist, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen. Soziale Medien, Ihre Website, Newsletter, Auslagen im Laden … es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Kunden zu erreichen.
- Heben Sie „grüne“ Produkte hervor: Ob sie nun aus recycelten oder umweltfreundlichen Materialien bestehen oder Second-Hand-Artikel sind – es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um sie in Ihren Regalen, an den Endcap-Displays oder auf der Startseite Ihrer Website in den Mittelpunkt zu rücken.
- Bieten Sie weitere „grüne“ Vorteile an: zum Beispiel Rabatte oder kostenlosen Versand (ein Pluspunkt, wenn dieser klimaneutral ist) oder ein nachhaltiges oder recyceltes Geschenk, wenn ein Warenkorb mit einem bestimmten Gesamtwert bestätigt wird.
- Nutzen Sie das PIM, um die Umsetzung Ihrer Initiativen zu optimieren.
Fazit
Obwohl der „Green Friday“ noch in den Kinderschuhen steckt, werden sich die Verbraucher zunehmend bewusst, welche Auswirkungen ihre Konsumentscheidungen haben können – Entscheidungen, die möglicherweise im Widerspruch zu den aktuellen Umweltzielen stehen.
Auch Marken hören ihren Kunden zu und lernen, wie sie sich engagieren können, unabhängig davon, in welcher Branche sie tätig sind: Mode, Brillen, Einzelhandel … Marken wie Nature & Découverte, Aigle und Jimmy Fairly boykottieren den vielgeschmähten Black Friday, um keinen unvernünftigen übermäßigen Konsum zu fördern.